Mit diesen Geheimrezepten können wir den Winter gesund überstehen

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Hier sind die besten Geheimrezepte gegen Erkältung.

Inhalation

Macht der Erkältung richtig Dampf




Natürlich gibt es Inhalationsgeräte, aber es funktioniert auch so: Heißes Wasser in die Schüssel, ein, zwei Tropfen ätherisches Öl (z. B. mit Milch verdünntes Thymianöl) oder auch Teekraut dazu und dann mit einem Handtuch über dem Kopf für fünf bis zehn Minuten den aufsteigenden Dampf einatmen.

Das stimuliert die Schleimhäute und fördert die Durchblutung, zum Teil löst sich auch festsitzender Schleim. Empfohlen wird diese Dampfinhalation vor allem bei verstopfter Nase und Nasennebenhöhlenentzündung.

Bei einer hartnäckigen Bronchitis ist sie dagegen nicht so gut. Dann ist ein Kaltvernebler, den man kauft oder leihen kann, besser. Die mikrofeinen Wassertröpfchen gelangen tiefer in die Atemwege und erleichtern so das Abhusten. Eine Alternative, z. B. für unterwegs oder nachts, sind Erkältungscremes für Brust und Rücken. Sie enthalten ätherische Öle, die über die Haut aufgenommen oder eingeatmet werden, gegen Bakterien und Viren wirken können und teilweise auch die Atemwege erweitern.

Erkältungsbad

Tut gut, aber kann auch überfordern

Vor allem für jüngere Frauen, die einen labilen Kreislauf haben, kann ein Vollbad ziemlich anstrengend sein, wenn zusätzlich noch eine Erkältung im Anflug ist. Wer in der Wanne bisher kein Problem hatte, kann aber natürlich weiterhin dabeibleiben.



Als Badezusatz werden wenige Tropfen eines naturreinen ätherischen Öls in Apothekenqualität mit antiviralen und antibakteriellen Eigenschaften, z. B. Thymian- oder Latschenkieferöl empfohlen. Die Wirkstoffe werden beim Baden direkt durch die Haut aufgenommen, zusätzlich gibt es einen Inhalationseffekt. Bei kleinen Kindern sollte man wegen möglicher Allergien und bestimmter Atemreflexe mit ätherischen Ölen generell vorsichtig sein und sie, wenn überhaupt, nur sehr stark verdünnt anwenden; Erwachsene haben damit seltener Probleme.

Trotzdem sollten die Öle nicht unverdünnt auf die Haut gelangen. Wichtig: Öl mit Milch oder Sahne emulgieren, da es sich sonst nicht mit dem Wasser verbindet und schnell verdampft. Oder man nimmt fertige Badezusätze.

Gurgellösung

Am besten mit einem warmen Tee

Das Gurgeln mit Salzwasser, kann die Schleimhäute reizen. Besser ist bei Halskratzen warmer Tee, wiederum mit den Erkältungsallroundern, wie etwa Thymian, Salbei, Süßholz oder schleimstoffhaltiger Malve.

Kalte Dusche

Stärkt die Laune mehr als die Abwehr

Studien zeigen, dass Menschen, die auch im Winter draußen schwimmen gehen, weniger Infekte haben (beruhigend für alle Kältemuffel: Regelmäßige Saunagänge können ähnliche Effekte haben). Ein bisschen weniger eindeutig ist der Nutzen einer kalten Dusche.



Laut einer niederländischen Studie hatten Menschen über einen Zeitraum von mehreren Wochen, egal welche Temperatur das Wasser morgens hatte, jeweils gleich viele Infekte. Allerdings fühlten sich die Kaltduscher deutlich fitter.

Echinacea und Co.

Können helfen, aber kaum vorbeugen

Der Sonnenhut Echinacea gehört zu den sogenannten Adaptogenen und soll dem Immunsystem dabei helfen, besser mit Infekten klarzukommen.



Wichtig ist: Echinacea und andere immunmodulierende Pflanzen eignen sich nicht für die dauerhafte Einnahme über Monate.

Milch mit Honig

Ein echter Klassiker, aber nicht immer gut

Die Milch hilft Kindern vielleicht beim Einschlafen, weil das abendliche Ritual beruhigt und der Magen beschäftigt ist. Aber wenn der Hals kratzt wird es nicht empfohlen. Die Proteine in der Milch können den Hals verschleimen. Sinn macht dagegen Honig, denn er enthält Stoffe, die Entzündungen hemmen und Keime abtöten.

Allerdings verliert er in einem heißen Getränk einen Teil seiner Enzymkraft, so Ortiz. Bei Halsweh sollte man eher zum Tee greifen. Da kann man aus den Heilkräutersorten mit ätherischen Ölen, die antibakteriell wirken, wählen – also etwa Thymian, Salbei, Ingwer oder auch Kamille -, ergänzt um etwas, das Schleimstoffe enthält und antientzündlich ist wie Malve oder Süßholz. Eine Alternative sind Erkältungstees aus der Apotheke.

Zwiebelsäckchen

Kann bei Ohrenschmerzen hilfreich sein

Was genau dabei wirkt, ist aber nicht eindeutig bestimmbar. Für ein Säckchen ein bis zwei Zwiebeln fein hacken, auf Körpertemperatur erwärmen und in ein Tuch einschlagen. Dieses wird gedrückt, bis ein bisschen Saft austritt, und dann für etwa eine Stunde auf dem Ohr platziert.



Am besten indem man sich, eventuell noch zusätzlich mit einer angenehm warmen Wärmflasche, auf das schmerzende Ohr legt. Wichtig ist dabei, auch die Grenzen dieses Hausmittels anzuerkennen: Die Ursache der Ohrenschmerzen sollte klar sein. Wenn ein Kind solche Beschwerden hat, kann z. B. eine Erkältung oder eine Mittelohrentzündung dahinterstecken. Beides erfordert auch andere Behandlungsmethoden, wie z. B. abschwellende Nasentropfen. Man muss natürlich immer im Blick behalten, wie es dem Kind insgesamt geht, und sich frühzeitig Unterstützung vom behandelnden Arzt holen.