Diese „Superfoods“ sind oft gar nicht so gesund wie man denkt

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Chiasamen, Gojibeeren und Matchapulver stehen immer öfter im Verdacht, eher Schaden als Nutzen anzurichten. Das haben wir uns genauer angeschaut.

Superfood: Kein geschützter Begriff




Superfoods sind so begehrt, dass sie einen festen Platz in unserem Küchenregal haben. Doch haben sie ihren Namen auch wirklich verdient?

Der Begriff Superfood ist jedenfalls nicht definiert, man könnte ihn auch auf eine Packung Schinken drucken. So kommt es, dass immer mehr Anbieter ihre Pulver damit betiteln. Mittlerweile gibt es die Pulver, Beeren und Samen sogar im Discounter.

Pestizide in Gojibeeren

Die Gefahr: Wenn die eigentlich teuren (lange Transportwege!) Superfoods sehr billig und ohne Bio-Siegel angeboten werden, wurde meist an anderer Stelle gespart, darunter leidet dann die Qualität der Produkte.

Das beweisen auch Labortests von Ökotest: Sie haben in Goji-Beeren-Produkten insgesamt 16 verschiedene Pestizide gefunden. In einem Fall lagen die Werte sogar über dem gesetzlichen Grenzwert. In einer der Goji-Proben wurden Enterobakterien entdeckt, die im schlimmsten Fall Durchfallerkrankungen verursachen können.

Vorsicht bei Chia & Matcha

Auch in einer Chiasamen-Probe fanden sich Rückstände von Unkrautvernichtungsmitteln, die die gesetzlichen Höchstmengen überschritten.



Neuestes Sorgenkind ist Matchatee, der angeblich (seit dem Atom-Unglück in Fukushima) radioaktiv belastet sein soll. Normalerweise finden Qualitätskontrollen statt bevor das grüne Pulver Japan verlässt. Wirkliche Sicherheit hat man aber nicht einmal bei Bio-Ware.

Welches Superfood kann man noch guten Gewissens kaufen?




Hinter dem Begriff Superfood versteckt sich viel Marketing. Es gibt kein einzelnes Lebensmittel, dessen Verzehr einen schöner oder schlanker macht. Auch wissenschaftliche Belege für die positive Wirkung von Superfoods gibt es keine. Was aber belegt ist: Ihr Vitamin-, Mineralstoff- und Omega-3-Fettsäuren-Gehalt ist nicht höher, als der unserer heimischen Lebensmittel.
Die unterliegen übrigens hiesigen Pestizid-Regeln und belasten die Umwelt nicht durch weite Transportwege. Also einen Bogen um die Superfood-Ecke machen und die Obst- und Gemüseecke ansteuern. Eurer Gesundheit tut ihr damit auf jeden Fall den größeren Gefallen – und der Umwelt auch.

Hier ein paar Beispiele, welche heimischen Superfoods die Exoten bestens ersetzen und den Geldbeutel schonen:

Mit diesen Lebensmitteln kannst du Superfoods ersetzen:

  • Statt Chaisamen: Leinsamen
  • Statt Goji-Beeren: schwarze Johannisbeeren
  • Statt Açaipulver: Heidelbeeren
  • Statt Weizengras: Brokkoli
  • Statt Maca-Pulver: Sellerie